Häufige Fragen

Wofür steht "GNSS"?

GNSS ist ein Sammelbegriff für die Verwendung bestehender und künftiger globaler Satellitensysteme wie

  • GPS (Global Positioning System) der Vereinigten Staaten von Amerika
  • Glonass (GLObal NAvigation Satellite System) der Russischen Föderation

 

Welchen Vorteil hat ein Upgrade auf Glonass?

Ist im Messgebiet mit erhöhten Abschattungen durch Gebäude, Bewuchs oder sonsigem zu rechnen, so schränkt dies den Empfang der GPS Satelliten ein. Für eine verlässliche Positionierung ist eine Sichtverbindung zu mindestens 5 Satelliten erforderlich. Mit dem Upgrade Ihres GNSS Empfängers auf Glonass stehen Ihnen zu den 32 GPS Satelliten noch zusätzliche 24 russische Glonass Satelliten zur Verfügung. Dies erhöht nicht nur die Chance in schwierigen Gebieten messen zu können, es verkürzt auch die Zeit, die der Empfänger zur Initialisierung benötigt.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Einfrequenz- und einem Dualfrequenz-Empfänger?

Jeder der GNSS-Satelliten überträgt zwei Trägersignale im Mikrowellenbereich, die als L1 und L2 bezeichnet werden. Zivile GPS-Empfänger verwenden die L1-Frequenz als Einfrequenz-Empfänger bezeichnet. Die L1-Frequenz trägt sowohl die Navigationsdaten als auch Standard-Positionsbestimmungscode. Die L2 Frequenz trägt nur den P-Code und wird nur von Empfängern die für präzise Positionsbestimmungen vorgesehen sind (Zweifrequenz- oder Dualfrequenz-Empfänger) verwendet.

 

Was bedeutet "DGPS"?

Mit Hilfe einer "Differenzielles GPS" genannten Technik (DGPS) können Einfrequenz-Empfänger Genauigkeiten im Submeterbereich erzielen. Bei DGPS wird ein zweiter stationärer GPS Empfänger zur Korrektur der Messung des ersten eingesetzt. Ist die Position des zweiten stationären Empfängers sehr genau bekannt, so kann man mit Hilfe von GSM oder Funk ein Korrektursignal ausstrahlen, das von einem mit dem mobilen GPS Empfänger verbundenen Empfänger ausgewertet wird. Eine praktischere und gängige Alternative bieten diverse kostenpflichtige Korrekturdatenanbieter die über ein bestehendes Netz verfügen und flächendecked Korrekturdaten über GSM zur Verfügung stellen. Dabei werden Lagegenauigkeiten im Sub-Meter-Bereich (0,5 bis 1m) erreicht und es ist kein zweiter GPS Empfänger notwendig.

 

Was ist "SBAS" (EGNOS)?

Dabei handelt es sich um ein satellitengestützes DGPS (Differenzial GPS). Das heißt, zum Empfang des Signals benötigt man keinen zusätzlichen Langwellenempfänger und es werden zur Signalübertragung keine zusätzlichen und zahlreichen Sendestationen gebraucht. Bei gutem Empfang kann man mit Einer Genauigkeit von 1-3 m rechnen. Das in Europa verwendete SBAS System heißt EGNOS.

 

Was sind "RTK-Korrekturdaten"?

RTK steht für "Real-Time-Kinematic" und ist eine erweiterung der DGPS Technik bei der Genauigkeiten im cm-Bereich erreicht werden. Voraussetzung hierfür ist ein Zweifrequenz-Empfänger (L1+L2). Die Datenübertragung entspricht dem herkömmlichen DGPS Verfahren. Auch hier gibt es diverse Anbieter, die Korrekturdaten kostenpflichtig zu Verfügung stellen. Die zu erwartende Genauigkeit liegt dabei im Bereich von 3-5 cm 

 

Wie bekomme ich Korrekturdaten?

In Österreich gibt es diverse Dienste, die über ein Netz an Referenzstationen verfügen und Korrekturdaten über Internet anbieten. Am Leica Zeno Handheld werden die Daten des gewünschten Dienstes bei der Instrumentenübergabe konfiguriert. Anschließend wird per Knopfdruck die Verbindung hergestellt, Daten empfangen und die Position automatisch verbessert.

 

Was mache ich, wenn ich in meinem Messgebiet keinen Handyempfang habe?

In diesem Fall besteht die Möglichkeit am Zeno Handheld sogenannte Rohdaten aufzuzeichnen. Anschließend kann man Korrekturdaten in einem Verfahren welches sich "Post-Processing" nennt die Messdaten im Nachhinein korrigieren. Hierzu ist die Zeno Office Software mit der entsprechenden Erweiterung notwendig.