Leica Zeno 5 Handheld im Einsatz zur Erstellung eines Masterplans für die öffentliche Beleuchtung

Christian Ragg ist Lichtplaner. In der Südtiroler Marktgemeinde Lana entwickelt er den Masterplan für die öffentliche Beleuchtung. Ziel ist es, mit einem neuen Konzept Energie einzusparen und die Lichtverschmutzung des Nachthimmels einzudämmen.

Über 1.500 Leuchten müssen in der Südtiroler Marktgemeinde Lana erfasst und kategorisiert werden. Hintergrund der Maßnahme ist ein Beschluss der Südtiroler Landesregierung aus dem Jahr 2011, der vorsieht, die öffentliche Straßenbeleuchtung nach den Kriterien Energieeffizienz und minimierte Lichtverschmutzung zu optimieren. 


Christian Ragg, Ingenieur für Lichttechnik aus dem Nachbarland Österreich, hat den Auftrag erhalten, Lana in Sachen Licht zu erhellen: „Schritt eins ist die Bestandsaufnahme der öffentlichen Beleuchtung, Schritt zwei die Ausarbeitung eines Lichtplans, mit dem die Gemeinde den aus der Verordnung der Landesregierung resultierenden Verpflichtungen nachkommt.“


Eine Vorgabe der Gemeinde war es, dass der Auftragnehmer die Daten georeferenziert erhebt und sie so an die Verwaltung übergibt, dass sie in das örtliche Geographische Informationssystem integriert werden können. Daher entschied sich Ragg, bei seinen Auftrag auf Unterstützung durch Leica Geosystems zu setzen. Er wandte sich an Martin Trimmel von „mobileGIS.at“: „Als Lichttechniker gehört die geographische Einmessung von Punkten nicht zu meinem Arbeitsalltag. Mit Hilfe von Trimmel und der Leica-Technologie habe ich ein Gerät an die Hand bekommen, mit dem ich meinen Auftrag effizient und für alle in einem vertretbaren Zeitrahmen ausführen kann.“

Nach nur kurzer Einarbeitungszeit legte Ragg los. Er setzte sich aufs Fahrrad und fuhr alle Leuchten der Stadt Punkt für Punkt ab. „Da war ich froh, mit einem so leichten und handlichen Gerät ausgestattet zu sein“, so Ragg.  Während das Gerät die Position des Lichtpunkts ermittelte, füllte er die vordefinierten Eingabefelder, wie  Leuchtentyp, Leuchtmitteltyp, Alter der Leuchte oder Lichtpunkthöhe am Gerät  aus und schaffte so rund 170 bis 180 Leuchten pro Tag. Da die Erfassung der Außenbeleuchtung einer Gemeinde keine alltägliche Aufgabe für Ragg ist, hatte er sich entschieden, das Leica-Zeno 5 auszuleihen und die GIS-Auswertungen von MobileGIS.at durchführen zu lassen. Die erhobenen Daten schickte er also zu Trimmel, der sie  für den Lichttechniker mit der Software Zeno Office aufbereitete und sie ihm für die weitere Auswertung in Form von  Excel-Tabellen und einem pdf-Lageplan mit Straßen  und integrierten Lichtpunkten  zurücksandte. Die Stadt Lana hingegen erhielt von Trimmel direkt GIS-fähige Shape-Files, mit der sie die weitere Entwicklung des Beleuchtungsnetzes dokumentieren und steuern wird.

Auf  Basis der Bestandserhebung beginnt nun für Ragg der zweite Teil seiner Aufgabe – die Erstellung des Lichtplans. Er wird ein Maßnahmenpaket erarbeiten, in dem ineffiziente Leuchten und Leuchten mit einem hohen Lichtverschmutzungsanteil durch effiziente Leuchtensysteme mit einem möglichst geringen Lichtverschmutzsanteil  ausgetauscht werden. „Das Maßnahmenpaket wird mit der Gemeinde abgesprochen und schrittweise umgesetzt“, so Ragg. Denn Lana soll energieeffizient, wirtschaftlich und umweltverträglich beleuchtet werden. Das hat die Stadt beschlossen und Ragg setzt es um – auf der Grundlage von Leica-Technologie. 

Unter Lichtverschmutzung versteht man die nächtliche Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche  Beleuchtung. Die Folgen von Lichtverschmutzung sind eine Störung bei astronomischen Beobachtungen des Nachthimmels, eine Irritation von nachtaktiven Insekten sowie Zugvögeln bei der Orientierung und Navigation, bis hin zur negativen Beeinflussung von Wachstumszyklen städtischer Pflanzen.

In Sachen Energieeinsparung kann zeitgemäße  Außenbeleuchtung einiges leisten: Moderne Leuchtensysteme  mit  LED-Lichttechnik verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie als veraltete Systeme mit beispielsweise Quecksilberdampflampenbestückung.