Die fünf häufigsten Fragen im Verkaufsgespräch zur GIS-Datenerfassung
- 10. Aug.
- 6 Min. Lesezeit
Wer eine GIS-Lösung für die Datenerfassung im Außendienst einführen möchte, stellt sich meist sehr ähnliche Fragen. Das gilt besonders für Gemeinden, Bauhöfe, Wasserverbände und andere Organisationen, die ihre Infrastruktur zuverlässig dokumentieren und aktuelle Daten direkt im WebGIS verfügbar machen möchten.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Technik. Entscheidungsträger möchten vor allem wissen, wie einfach die Lösung im Alltag funktioniert, wie sie sich in bestehende Systeme integrieren lässt und ob sich die Investition wirtschaftlich rechnet.
Die folgenden fünf Fragen begegnen uns in Verkaufsgesprächen besonders häufig.
1. „Das ist bestimmt zu kompliziert.“
Diese Sorge ist verständlich. GIS-Systeme werden häufig mit komplexen Fachanwendungen, umfangreichen Schulungen und hohen technischen Anforderungen verbunden. In der Praxis muss eine moderne Lösung für die mobile Datenerfassung jedoch vor allem eines sein: einfach und intuitiv bedienbar.
Die Datenerfassung findet meistens dort statt, wo wenig Zeit für komplizierte Arbeitsschritte bleibt: auf Baustellen, im Straßenraum, bei offenen Künetten oder direkt an bestehenden Leitungen. Die Mitarbeitenden müssen sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können. Eine Anwendung, die viele Menüs, unklare Eingabefelder oder unnötige Zwischenschritte benötigt, wird im Außendienst schnell zur Belastung.
Deshalb wurde unsere Anwendung gezielt auf eine intuitive Erfassung von Objekten optimiert. Dabei fließt das Feedback unserer Kunden laufend in die Weiterentwicklung ein.

Wir hören genau zu, wenn Anwenderinnen und Anwender aus der Praxis berichten, wo Abläufe vereinfacht werden können oder welche Funktionen im täglichen Einsatz tatsächlich benötigt werden.
So entsteht keine Lösung, die ausschließlich aus technischer Sicht entwickelt wurde. Vielmehr wird die Anwendung gemeinsam mit den Menschen weiterentwickelt, die sie im Alltag verwenden.
Auch Mitarbeitende ohne spezielle GIS- oder Vermessungsausbildung können dadurch schnell mit der Lösung arbeiten. Die Anwendung führt durch den Erfassungsprozess und unterstützt dabei, die richtigen Informationen vollständig und in der gewünschten Qualität aufzunehmen.
2. „Wie bekomme ich meine Daten in mein GIS-System?“
Eine mobile Datenerfassung ist nur dann wirklich hilfreich, wenn die erfassten Informationen anschließend auch im bestehenden GIS-System zur Verfügung stehen. Genau an diesem Punkt entstehen in vielen Projekten Unsicherheiten: Müssen Daten manuell übertragen werden? Ist eine aufwendige Sonderentwicklung notwendig? Funktioniert die Lösung mit dem bereits vorhandenen WebGIS?
In der Regel erfolgt die Übertragung über eine Synchronisation. Die Daten werden zunächst auf unseren Server übertragen. Von dort können sie über einen Webdienst beziehungsweise WMS direkt im WebGIS der Gemeinde verfügbar gemacht werden.
Damit stehen neue Informationen zeitnah dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden. Mitarbeitende im Büro können die erfassten Objekte prüfen, weiterverarbeiten und gemeinsam mit bereits vorhandenen Daten nutzen. Die Daten müssen nicht erst umständlich per E-Mail verschickt, manuell übertragen oder in mehreren Systemen doppelt gepflegt werden.
Je nach Anforderungen sind auch andere Austauschwege möglich. Dazu gehören beispielsweise CSV- oder DXF-Dateien sowie weitere gängige Austauschformate. Dadurch kann die Datenbereitstellung an die vorhandene Systemlandschaft und die jeweiligen Arbeitsabläufe angepasst werden.
Als Integrationspartner betrachten wir dabei nicht nur die mobile Anwendung, sondern den gesamten Prozess:

Welche Bestandsdaten liegen bereits vor?
Welche Objekte sollen künftig erfasst werden?
Welche Attribute werden benötigt?
Welche Daten sollen im WebGIS sichtbar sein?
Welche Schnittstellen und Austauschformate sind vorhanden?
Wer benötigt Zugriff auf die Daten?
Auf dieser Grundlage können Datenmodelle erstellt werden, die eine strukturierte und möglichst einfache Erfassung ermöglichen. Ziel ist es, dass die neue Lösung nicht neben den bestehenden Systemen betrieben wird, sondern sich sinnvoll in die vorhandene GIS-Umgebung einfügt.
3. „Das ist bestimmt zu teuer.“
Bei Investitionen in neue GIS-Hardware und Software stellt sich natürlich die Frage nach den Kosten. Dabei sollte jedoch nicht nur der Anschaffungspreis betrachtet werden. Entscheidend ist, welchen Nutzen die Lösung im laufenden Betrieb bringt und wie schnell sich die Investition amortisiert.
Eine schnelle und flexible Datenerfassung kann verschiedene Kosten reduzieren. Informationen werden direkt vor Ort aufgenommen, statt später aus Notizen, Fotos oder Papierunterlagen nachgetragen werden zu müssen. Fehlerhafte oder unvollständige Daten können vermieden werden. Bei offenen Künetten müssen nicht für jede Auskunft externe Dienstleister beauftragt werden. Auch Rückfragen und zusätzliche Baustellentermine lassen sich reduzieren, wenn die relevanten Informationen rechtzeitig und korrekt dokumentiert wurden.
Ein Praxisbeispiel zeigt, wie deutlich dieser wirtschaftliche Effekt ausfallen kann. Die Gemeinde Irnfritz-Messern erfasst mit der Lösung unter anderem Daten im Bereich Glasfaser, Wasser und Kanal. Die Informationen sind direkt im WebGIS verfügbar. Auch offene Künetten werden mithilfe der Fotodokumentation festgehalten. Bei Grabungsarbeiten können neue Leitungen oder bere
its vergrabene Leitungen direkt vor Ort dokumentiert werden.

Die Erfassung erfolgt schnell, flexibel und ohne die Notwendigkeit, für jeden einzelnen Vorgang externe Dienstleister einzuschalten. Die Gemeinde berichtet dazu:
„Die Investition hat sich bereits im ersten Jahr amortisiert.“
Damit wird deutlich: Die Frage ist nicht nur, was eine GIS-Lösung kostet. Ebenso wichtig ist, welche laufenden Aufwände sie reduziert und welchen zusätzlichen Nutzen sie für die Gemeinde bringt.
Um die Einstiegshürde weiter zu senken, entwickeln wir aktuell ein Hardware-as-a-Service-Modell. Dabei kann der Kunde ein vollständiges Paket zu einer festen Jahrespauschale mieten. Dieses Paket umfasst:
die Hardware inklusive Tablet,
die notwendige SIM-Karte,
den Korrekturdatendienst,
die Softwarewartung,
sowie die laufende technische Grundlage für den Betrieb.

Statt eine hohe einmalige Investition für Hardware, Software und Dienste tätigen zu müssen, erhält der Kunde eine planbare Gesamtlösung. Das erleichtert die Budgetierung und ermöglicht auch Organisationen mit begrenzten Investitionsmitteln einen einfachen Einstieg in die professionelle GIS-Datenerfassung.
4. „Wie aufwendig ist die Einführung?“
Eine neue Lösung einzuführen bedeutet immer auch Veränderung. Bestehende Daten, Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten müssen berücksichtigt werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Einführung nicht allein dem Kunden überlassen wird.
Als Integrationspartner unterstützen wir bei der Einbindung von Bestandsdaten und bei der Erstellung geeigneter Datenmodelle. Gemeinsam wird festgelegt, welche Informationen künftig erfasst werden sollen und wie die einzelnen Objekte strukturiert sind.
Ein gutes Datenmodell bildet die Grundlage für eine effiziente Datenerfassung. Werden die relevanten Attribute, Auswahlmöglichkeiten und Pflichtfelder von Anfang an sinnvoll definiert, können die Mitarbeitenden im Außendienst schneller und fehlerärmer arbeiten. Gleichzeitig entstehen Daten, die sich später zuverlässig auswerten und im WebGIS darstellen lassen.
Unsere Unterstützung kann je nach Projekt verschiedene Bereiche umfassen:
Analyse der vorhandenen GIS- und Bestandsdaten,
Übernahme und Aufbereitung bestehender Daten,
Definition von Objekten und Attributen,
Erstellung von Auswahllisten,
Einrichtung der Erfassungsprojekte,
Konfiguration von Genauigkeitsanforderungen,
Unterstützung bei der technischen Integration,
Schulung der Anwenderinnen und Anwender,
sowie Begleitung während der ersten praktischen Einsätze.
Dabei profitieren Kunden von unserer jahrelangen Erfahrung aus unterschiedlichen Projekten und Branchen. Wir kennen die typischen Herausforderungen bei der mobilen Datenerfassung und können Erfahrungen aus anderen Projekten in die Umsetzung einfließen lassen.
Die Einführung wird dadurch zu einem gemeinsamen Prozess. Die Lösung wird nicht nur technisch eingerichtet, sondern an die tatsächlichen Anforderungen der jeweiligen Organisation angepasst.
5. „Wer unterstützt uns, wenn im laufenden Betrieb Fragen auftreten?“
Auch die beste Lösung muss im Alltag zuverlässig funktionieren. Gerade bei mobilen Anwendungen können Fragen entstehen, wenn sich Arbeitsabläufe ändern, neue Mitarbeitende hinzukommen oder zusätzliche Objekttypen erfasst werden sollen.
Unsere Unterstützung endet deshalb nicht mit der Übergabe der Anwendung. Auch während des laufenden Betriebs stehen wir als Ansprechpartner zur Verfügung. Kunden können sich bei Fragen an unseren Helpdesk wenden. Bei Bedarf ist auch eine Unterstützung per Fernwartung möglich.
Durch die Versionierung und die Synchronisation mit unseren eigenen Servern haben wir die Möglichkeit, den Betrieb gezielt zu begleiten und bei Problemen rasch zu unterstützen. Änderungen und Weiterentwicklungen können kontrolliert umgesetzt werden. Gleichzeitig bleibt nachvollziehbar, welche Version der Anwendung und welcher Datenstand im Einsatz sind.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Kundenfeedback direkt in die Weiterentwicklung einfließt. Wenn sich im täglichen Betrieb zeigt, dass ein Erfassungsschritt vereinfacht, ein Auswahlfeld ergänzt oder ein Ablauf angepasst werden sollte, kann diese Rückmeldung berücksichtigt werden.
So entwickelt sich die Lösung gemeinsam mit den Anforderungen ihrer Anwender weiter. Kunden erhalten nicht nur ein fertiges Produkt, sondern eine langfristig betreute und kontinuierlich optimierte Grundlage für ihre GIS-Datenerfassung.
Fazit: GIS-Datenerfassung muss einfach, integrierbar und wirtschaftlich sein
Die häufigsten Fragen im Verkaufsgespräch drehen sich letztlich um drei zentrale Themen: Bedienbarkeit, Integration und Wirtschaftlichkeit.
Eine gute Lösung muss einfach genug sein, damit auch Nichtprofis Objekte direkt vor Ort erfassen können. Sie muss sich in bestehende GIS-Systeme und Arbeitsabläufe integrieren lassen. Und sie muss einen klaren wirtschaftlichen Nutzen bieten.
Die Erfahrungen aus der Gemeinde Ihenfritz-Messern zeigen, welches Potenzial in einer konsequenten mobilen Datenerfassung liegt. Daten aus den Bereichen Glasfaser, Wasser und Kanal stehen direkt im WebGIS zur Verfügung. Offene Künetten und Leitungen können mit Fotos und strukturierten Informationen dokumentiert werden. Die Erfassung erfolgt schnell, flexibel und ohne regelmäßige externe Beauftragung.
Durch die Kombination aus intuitiver Anwendung, flexiblen Schnittstellen, professioneller Integration und laufender Betreuung entsteht eine Lösung, die nicht nur technisch funktioniert, sondern sich im täglichen Betrieb bewährt.
Und mit einem Hardware-as-a-Service-Modell wird auch der finanzielle Einstieg planbarer. Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr nur: „Was kostet die Lösung?“
Sondern vielmehr:
„Wie schnell kann sich eine Lösung amortisieren, wenn Daten direkt vor Ort vollständig, korrekt und ohne unnötige Umwege erfasst werden?“
Ihr Ansprechpartner:

Martin Trimmel
+43 664 9266 202




