GNSS mieten statt kaufen – die flexible Lösung
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Die Softwarebranche hat in den vergangenen Jahren ein Modell etabliert, das aus dem täglichen Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken ist: Software as a Service.
Kein Unternehmen kauft heute mehr eine Buchhaltungssoftware auf CD, installiert sie einmalig und hofft, dass sie zehn Jahre lang funktioniert. Man abonniert einen Dienst, zahlt regelmäßig einen überschaubaren Betrag, und bekommt dafür aktuelle Technologie, Support und Weiterentwicklung inklusive.
Dieses Prinzip lässt sich auf professionelle GNSS-Hardware übertragen. Und es passt strukturell besser zu den Bedürfnissen von Kommunen, Versorgern und Infrastrukturbetreibern als das klassische Kaufmodell.
Das Grundproblem mit dem Kauf
Hochpräzise GNSS-Systeme sind Investitionsgüter. Sie erscheinen im Vermögenshaushalt, erfordern einen Gemeinderatsbeschluss oder eine Freigabe durch den Vorstand, und binden Kapital, das an anderer Stelle fehlt. Gleichzeitig ist der tatsächliche Nutzungsumfang in vielen Organisationen überschaubar: ein paar Wochen Leitungskataster, eine saisonale Bestandsaufnahme, gelegentliche Einmessungen im Außendienst.

Hardware as a Service: das Prinzip
Es funktioniert nach derselben Logik wie ein Software-Abonnement. Gegen eine überschaubare Bereitstellungsgebühr und einen jährlichen Servicebeitrag erhält der Kunde einen professionellen RTK-GNSS-Empfänger, RTK-Korrekturdaten über das SmartNet-Netzwerk, eine SIM-Karte für die Datenkonnektivität im Feld sowie vollständigen technischen Support.
Das Gerät bleibt Eigentum des Anbieters, arbeitet aber täglich im Betrieb des Kunden.
Was beim Software-Abo die Serverinfrastruktur und Versionspflege ist, ist hier die Hardware: der Anbieter trägt die Verantwortung dafür, dass sie funktioniert.
Die eigentliche Investition in präzise GNSS-Antennen und Empfänger ist meist der größte Kostenblock. Hier setzt das Mietmodell an:
Sie vermeiden hohe Anschaffungskosten
Sie nutzen die Hardware bedarfsgerecht
Sie greifen stets auf aktuelle Technologie zurück
Was das für das Budget bedeutet
Der Servicebeitrag ist laufender Betriebsaufwand. Er erscheint nicht im Investitionshaushalt, erfordert in der Regel keinen Beschluss und kann in den meisten Unternehmen auf kurzem Weg direkt freigegeben werden.
Wer ein vergleichbares RTK-System kauft, bindet im ersten Jahr erhebliches Kapital, trägt das Ausfallrisiko selbst, und muss Folgekosten für Korrekturdaten und Support separat einplanen und budgetieren.
Was inkludiert ist
Transparenz ist beim Servicemodell keine Option, sondern Voraussetzung. Der Leistungsumfang ist klar definiert:
Defekte durch normalen Betrieb werden kostenlos behoben oder das Gerät wird ausgetauscht. Bei Fremdverschulden, greift in der Regel eine pauschale Schadensbeteiligung. Die Hardware, ihre Aktualität und ihre Funktion bleiben in der Verantwortung des Anbieters.
Die Mindestlaufzeit ist auf drei Jahre ausgelegt, danach läuft der Vertrag jährlich kündbar weiter. Wer auf dem Vollvertrag verbleibt, hat nach Ablauf der Mindestlaufzeit die Möglichkeit eines Hardware Refresh: für eine erneute Bereitstellungsgebühr wird das aktuelle Gerätemodell bereitgestellt und der Vertrag um weitere drei Jahre verlängert. So bleibt die Hardware stets aktuell, ohne dass der Kunde jemals eine Investitionsentscheidung treffen muss.
Fazit
Software as a Service hat das Denken über IT-Infrastruktur grundlegend verändert. Hardware as a Service wird in den nächsten Jahren dasselbe tun. Ein auf die strukturellen und budgetären Bedingungen kommunaler und infrastruktureller Betreiber abgestimmtes Service bringt in vielerlei Hinsicht enorme Vorteile.
Ihr Ansprechpartner:

Martin Trimmel
+43 664 9266 202



